Serie: Ausstellungsmöglichkeiten (Teil 3)

(ENGLISH TEXT BELOW: SERIES – EXHIBITION SPACES (PART 3))

Diese Themen werden in meiner Artikel-Serie vorgestellt:

  1. Ausstellen in Arztpraxen, Cafés, Banken, Bürogebäuden, Rathäusern etc.
  2. Ausstellen bei lokalen Kunstmeilen, Stadtteilevents
  3. Ausstellen bei professionell kuratierten Ausstellungen und auf lokalen Kunstmessen
  4. Ausstellen in Künstler-Clubs, Produzentengalerien, Künstlervereinigungen
  5. Online ausstellen
  6. Eine eigene Seite in einer Kunst-Zeitschrift oder einem Bildband
  7. Über den Tellerrand

3 Ausstellen bei professionell kuratierten Ausstellungen und auf lokalen Kunstmessen

Dies sind in der Regel sehr professionell durchgeführte Veranstaltungen, wo die Teilnahmehürden bereits um einiges höher liegen. Das betrifft in vielen Fällen nicht nur den Preis (z.B. für eine Standmiete und die Präsentation in einem hochwertigen Katalog), sondern vor allem auch die Qualität der ausgestellten Kunst. Du musst normalerweise eine umfangreiche und aussagekräftige Bewerbung einreichen. Es gibt aber sogar in dieser Sparte auch kostenfreie Möglichkeiten. Das ist z.B. manchmal dann der Fall, wenn die Veranstaltung nicht von einem kommerziellen Anbieter, sondern offiziell von einer Stadtverwaltung organisiert wird und aus dem Kulturetat und/oder von Sponsoren finanziert wird.

Wer hier genommen wird, hat meist schon einige andere gute Ausstellungen hinter sich oder kann entsprechende Empfehlungen vorweisen. Auch kann man sich gar nicht bei allen als einzelne_r Künstler_in privat bewerben. Neulinge auf dem Markt haben eher geringe Chancen – aber man soll niemals nie sagen. Vielleicht vertrittst du eine Sparte, die bisher in den Bewerbungen eher unterrepräsentiert ist, und hast Glück, dass du bereits gut genug bist, um sofort genommen zu werden. Diese Veranstaltungen ziehen in der Regel ein wirklich interessiertes Publikum an, das auch bereit ist, etwas für die Kunst auszugeben. Zudem laufen vielleicht einige Galeristinnen und Galeristen auf der Suche nach künstlerischem Nachwuchs dort herum oder Journalistinnen und Journalisten, die an genau deinem Messestand oder vor deinen Bildern stehen bleiben. TIPP: Wer hier ausstellt, sollte sich daher auch absolut professionell präsentieren. Wer nicht weiß, was das bedeutet, besucht besser vor der ersten Bewerbung einmal eine solche Veranstaltung, um einen entsprechenden Eindruck zu bekommen. Und dann sollte man viel Zeit investieren, um sein eigenes Profil visuell sowie inhaltlich ansprechend aufzubereiten.

Auf Kunstmessen präsentierst du dich für ein Wochenende oder ein paar Tage hintereinander selbst an einem Stand. Du solltest neben deiner Kunst auch eine Mappe, einen Katalog und kostenfreies oder kostenpflichtiges Werbematerial (z.B. Flyer, Visitenkarten, Postkarten) bereit stellen. Zudem musst du den Besucher_innen Rede und Antwort stehen. Das kann ganz schön anstrengend werden, lohnt sich aber. Die erste Teilnahme an einer solchen Messe ist für viele Künstler_innen quasi eine Eintrittskarte zu weiteren ähnlichen Veranstaltungen. Im Kölner Raum sind die art’pu:l und die Kunsttage Rhein-Erft hier die beiden Namen, die man nennen muss. Auch die in diesem Jahr zum vierten Mal stattfindende Kölner Liste hat sich etabliert, ist aber bereits eine höherpreisige Messe, auf der auch etablierte Galerien eine der Kojen mieten. Im Kommen ist außerdem die Far Off, die in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfindet. Wer gerade in Köln ist: Die beiden letztgenannten finden an diesem Wochenende statt!

JEDE MENGE TIPPS: Recherchiere diese Art professioneller Veranstaltungen gut und… finde heraus, welche Schritte deine Chancen erhöhen oder minimieren, genommen zu werden. Besuche die Veranstaltungen, verschaffe dir einen Überblick über die gewünschte Qualität. Sprich mit den Veranstalter_innen. Sprich mit anderen, die jemand kennen, die jemand kennen… Greife nicht gleich nach den Sternen, fang auch hier klein an und schau, was wirklich zu dir passt. Gestalte dann deine Bewerbung so professionell wie möglich. Schicke auf keinen Fall einfach eine Email mit dem Text: „Hallo, wo kann ich mich bewerben? Mit freundlichen Grüßen…“ Der Erstkontakt sollte bereits gut vorbereitet sein und einen gewissen Eindruck hinterlassen. Erinnere dich an dein Schulwissen über gute Bewerbungsanschreiben und Bewerbungsgespräche! 😉 Und das Wichtigste: Sei nicht enttäuscht, wenn es nicht gleich klappt. Arbeite ein weiteres Jahr an dir und versuche es noch einmal.

Grand Salon

Serie 3 - 01Ich möchte an dieser Stelle mal auf eine von einer Fachjury ausgewählte und von der international renommierten Künstlerin Elena Romanzin kuratierte Ausstellung in Süddeutschland verweisen: den Grand Salon in der Villa Berberich in Bad Säckingen, der jährlich im Januar/Februar stattfindet. Die Veranstaltung auf hohem Niveau bietet alles, was eine gute Ausstellung nur bieten kann: qualitativ hochwertige Malerei & Skulpturen von etwa 75 internationalen, professionellen Künstler_innen in stilvollem Ambiente nach Themengebieten präsentiert, einen Katalog zur Ausstellung, organisierte Führungen durch die Ausstellung, musikalisches Begleitprogramm, mit Geldpreisen dotierte Publikumspreise für die Lieblingskunstwerke und vor allem eine absolut professionelle Organisation inkl. weitreichenden Werbemaßnahmen. Es versteht sich von selbst, dass bei all diesen Vorzügen auch eine sehr gute Presse dabei herum kommt.

Serie 3 - 02Wer sich jetzt wundert, warum ich als Kölnerin über Bad Säckingen schreibe, der oder dem sei gesagt, dass ich zum Grand Salon trotz der Entfernung bisher eine engere persönliche Beziehung entwickelt habe als zu den oben genannten Kunstmessen hier in der Gegend. Elena und ihr Mann Frank von Düsterlho, der die Organisationsleitung hat, haben viele Kontakte im Rheinland. So hat es sich ergeben, dass schon viele Kölner_innen in Bad Säckingen ausgestellt haben – die sich wiederum auch gegenseitig unterstützen, was zum Beispiel den Transport der Kunstwerke angeht. Eine offizielle Ausschreibung für die Teilnahme am Grand Salon gibt es allerdings nicht. Die Auswahl der Künstler_innen erfolgt nach internen Kriterien.  >> FORTSETZUNG FOLGT

Serie 3 - 03

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Serie 3 - 00titel-eng

SERIES: EXHIBITION SPACES (PART 3) 

This is the list of all topics in my series:

  1. Exhibiting in doctor’s offices, cafés, banks, office buildings, city halls, etc.
  2. Exhibiting at smaller local art fairs, neighborhood events
  3. Exhibiting at professional local art fairs and other curated shows
  4. Exhibiting with artists‘ clubs, artists‘ societies, artist-run galleries
  5. Exhibiting online
  6. Your own page in an art magazine or an illustrated art book
  7. A look beyond borders

3 Exhibiting at professional local art fairs and other curated shows

These are usually quite professionally organized events that are not easy to get into. Sometimes you have to pay high prices (for example, for the stand fee and the presentation in a high-quality catalog). Definitely you have to offer good quality art. You are normally required to submit a comprehensive and informative application. But even in this category of upmarket art shows, you can sometimes find a good opportunity free of charge. This can be the case, for instance, when the event is hosted by a municipal authority and funded by an arts budget and/or sponsors.

Represented artists have usually participated in other good shows already or they can produce a reference. Is is not even always possible to submit your own private application. Newbies on the market have only limited chances of being accepted – but never say never. Maybe you represent an underrepresented category and are lucky and  good enough already to fill an empty space. These kind of events usually attract a really interested audience who are willing to invest their money in art. In addition, you might meet a gallerist looking for new talents, or a journalist being mesmerized by your art. TIP: If your submission is accepted you must present yourself absolutely professionally. If you don’t know what that means you should visit an art show like this before your first application in order to gain a good impression. And then invest a lot of time to build up an attractive profile both visually and content-related.

At art fairs you present yourself at a stand or booth for an entire weekend or several days in a row. You should have a portofolio, a catalog, and sell marketing material or give away freebies (e.g. brochures, business cards, postcards). Plus, you will have to answer a lot of questions by visitors. This might be very exhausting but it’s definitely worth it. Your first participation in an art fair usually opens the doors for similar events. In the larger Cologne area, the  art’pu:l and the Kunsttage Rhein-Erft are high quality local art fairs. Also the Kölner Liste has established itself and is taking place for the forth time this year. Please also have a look at the newcomer Far Off hosting its second show this year. If you are, by any chance, in Cologne right now: the Kölner Liste and Far Off are taking place this weekend!

LOTS OF TIPS: Research the events very well and… find out what would increase or decrease your chance of being accepted. Go to the shows as a visitor and gain an impression of the desired quality. Talk to the organizers. Talk to others who know someone who know someone… Don’t reach for the stars immediately, not everyone can be a Gerhard Richter from the start. Look for an opportunity that matches your current status, that matches YOU. Then do the best job you can working on your application. By no means just send an email asking, „Hi, where can I apply? Cheers…“ It is very important that your first contact is professional already. Try to recall what they taught you at school on application letters and job interviews! 😉 And most important: don’t be disappointed if they don’t accept you right away. Work hard on yourself for another year and try again.

Grand Salon

Serie 3 - 01I would like to point out a curated exhibition in southern Germany to you: the Grand Salon at Villa Berberich in Bad Säckingen, which takes place annually in January/February. The Grand Salon is curated by internationally renowned artist Elena Romanzin and sets high standards: up to 75 professional artists present high-quality paintings & sculptures, grouped according to themes, in a styleful ambience. It also offers a catalog that includes all participating artists, guided tours through the exhibition, a supporting program with musical events, audience financial awards for selected favorite artworks, and, above all, absolutely professional organization including extensive advertising & marketing. It goes without saying that all these advantages result in excellent media response.

Serie 3 - 02-eng

If you wonder why an artist from Cologne writes about Bad Säckingen, I can tell you that, despite of the distance, I have developed a closer and more personal relationship to the Grand Salon than to any of the other above mentioned events in the Cologne area. Elena and her husband Frank von Düsterlho, who is the project manager, know many people around here in the Rhineland. This is why many artists from Cologne have already exhibited in Bad Säckingen – and they all support and help each other, for example with regard to transportation of the artworks. There is, however, no public call for participation in the Grand Salon. Selection of the artists follows internal procedures.  >> TO BE CONTINUED

Serie 3 - 03

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