Wie organisiert man eigentlich die Brücker Kunsttage?

(ENGLISH TEXT BELOW: WHAT IT TAKES TO ORGANIZE AN ART EVENT IN YOUR NEIGHBORHOOD) Zunächst: Ja, es ist viel Arbeit! Aber: Ich mache das gern! Würde ich sonst meine Freizeit damit verbringen und mich vom Malen abhalten lassen? Als Udo und ich vor drei Jahren die 1. Brücker Kunsttage ins Leben riefen, wussten wir nicht wirklich, was auf uns zukam. Aber ein Team aus zwei nebenberuflich schaffenden  Künstlern, der eine Geschäftsmann in Brück, die andere wohnhaft in Brück, schien uns eine gute Ausgangsbasis zu sein. Schnell war klar, das passt! Die 3. Brücker Kunsttage mit 50 teilnehmenden Künstler_innen an 47 Ausstellungsorten starten am kommenden Samstag. Hier ist zum Beispiel meine To-Do-Liste für diese Woche:

Morgens als allererstes werden Emails gecheckt. Heute: Zwei Künstler haben  Informationen geschickt, die ich zum Beispiel für das Bild-Etikett auf der Vernissage oder die Künstlerbeschreibung im Internet noch mal ändern muss. Danach habe ich die Rede überarbeitet, die Udo für uns für die Vernissage geschrieben hat und zur Ansicht an ihn zurückgeschickt.  Die Namensschildchen oben im Foto habe ich auch heute bereits erstellt. Erst suche ich eine digitale Vorlage, in die ich alle Namen und Funktionen der diesjährigen teilnehmenden Künstler_innen eintrage; diese drucke ich dann teilweise mehrfach aus, weil ich Fehler entdecke oder weil der Druck nicht wie erwartet aussieht und ich umformatieren muss; schließlich muss ich sie zurechtschneiden und in die Plastikhalter stecken. Der Vormittag ist um.

Keine Angst, ich werde nicht alles so detailliert beschreiben. Aber ihr könnt davon ausgehen, dass auch für die folgenden Punkte viel Kleinarbeit nötig ist: die Bild-Etiketten für die Vernissage drucken, weitere Ankündigungen per Facebook oder auch andere soziale Netzwerke verschicken, dafür auch möglichst schon die ersten Fotos von Ausstellungsorten machen, die Pfarrerin der Evangelischen Kirche in Brück kontaktieren und letzte Fragen klären, die Rede üben, meine Garderobe wählen, den Schlüssel für die Kirche abholen, die Gemeinschaftsausstellung aufbauen, nachschauen, ob die Freiwillige Feuerwehr Brück dankenswerterweise unsere Banner im Ort aufgehängt hat – habe ich etwas vergessen? Bestimmt…!

Und schließlich muss ich auch meine eigene Ausstellung bei Rheinklang noch aufbauen: Bilder auswählen und aufhängen, Informationen über mich als Künstlerin bereitstellen, meinen SommerKunst-Kalender 2017 auslegen und bewerben.

Klar, nicht jede Woche ist glücklicherweise so viel zu tun. Wir haben immer ein ganzes Jahr Zeit, um alles in unserem eigenen Tempo zu erledigen. Ehrenamt soll Spaß machen und eben keine „Arbeit“ sein! Ich glaube auch, dass Erfolg ohne Leidenschaft nicht möglich ist. Und bisher sind wir sehr erfolgreich…

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WHAT IT TAKES TO ORGANIZE AN ART EVENT IN YOUR NEIGHBORHOOD: First: yes, it’s a lot of work. But: I like doing it! If I didn’t why else would I want to spend my free time organizing this big event and not spend the time painting instead? When Udo and I started the 1st Brücker Kunsttage three years ago, we didn’t really know what to expect. Being two part-time artists, one of us a business man in our neighborhood, the other one, living here, seemed to be a good base. We soon found out we were right about that! The 3rd Brücker Kunsttage  with 50 participating artists and 46 solo exhibitions are starting this coming Saturday. And this is my todo list for this week:

The first thing I do in the morning is check my emails. Today: two participating artists asked me to change information either for their label of their artwork in the opening show, or their artist’s statement on our website. Then I read and revised the speech that Udo has written and sent me and that we are going to held at the opening show. The name tags from the photograph above I have also put together today already. I first needed to find a design, then fill in the names and positions of everybody. After printing them I noticed that not all came out very well, so I needed to adjust the design or fix mistakes – several times… My morning was over.

Don’t worry, I am not going to go into this much detail with everything. I just want to give you an idea about all the detail works that usually come with one item on my todo list. Other items are: make the artwork labels for the opening show, create further articles and invitations on Facebook and possibly other social networks, take first pictures of single exhibitions in the neighborhood, contact the church where we will hold the opening show to double check the whole procedure, rehearse Udo’s and my speech, choose my wardrobe for the opening show, pick up the church’s keys, set up the group exhibition in the church, check whether our street banners were hung up by the firefighters – have I missed anything? I am sure I have…

Last but not least, I have to take care of my own exhibition at Rheinklang: select paintings and hang them, provide information on myself and my own art, advertise SommerKunst-Kalender 2017.

Sure, not every week is like this one. We always have an entire year to plan and organize everything at our own pace. Volunteer work is supposed to be fun and not „work“ after all! And I strongly believe that success without passion is not possible. So far we have been very successful…

 

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